

Bildquelle: Gigkonferenz 2026 – GIG – Gott ist gut
Bei der GiG-Konferenz in Bad Gögging am 17. Oktober 2026 werden Monika Volz und Martin Turban vom Verein "Selige Märtyrer von Dachau e.V." zu folgendem Thema sprechen:
Programm und Anmeldung zur GiG-Konferenz: LINK
Bilder vom Marsch für Märtyrer 2026: Rechte beim Verein "Selige Märtyrer von Dachau e.V."
P. Paulus Maria Tautz CFR, Franziskaner der Erneuerung, begleitete diesmal den Marsch für Märtyrer und zelebrierte den Abschlussgottesdienst zusammen mit P. Reinhard Gesing SDB, dem Provinzial der Salesianer Don Boscos und P. Dr. Stanisław Pławecki CSsR, Pfarrer der polnischen Gemeinde in München.
50 Teilnehmer zogen betend und singend vom Dachauer Bahnhof zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Unterwegs wurde der jüngst selig gesprochenen französischen Märtyrer des Apostolates, P. Franciszek Miśka SDB und der heute verfolgten Christen in Nordkorea gedacht.
In der KZ-Gedenkstätte wurden am Block 26 Blumen niedergelegt. Dies war der Ort der Kapelle im Priesterblock im KZ Dachau. Es wurde der ca. 2.800 im KZ Dachau gefangenen Geistlichen gedacht.
Im Rahmen einer Andacht vor der Heiligen Messe gab es geistliche Impulse und Informationen von Frau Dr. Agerer-Kirchhoff über die Märtyrer von Tokwon (Korea).
Beim Abschlussgottesdienst waren ca. 80 Teilnehmern aus dem ganzen deutschsprachigen Raum, zugegen, darunter 5 Nachkommen von Häftlingen des KZ Dachau. Die musikalische Gestaltung erfolgte durch das Ensemble „Jubilate“ aus Karlsfeld unter der Leitung von Sofia Kuhn.
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Märtyrer aus Frankreich
Am 13.12.2025 wurden 50 Märtyrer in Paris in der Kathedrale Notre-Dame seliggesprochen. Sie waren alle Opfer des deutschen Nazi-Regimes und starben aus Glaubensüberzeugung überwiegend in den Jahren 1944 und 1945 an Taten des Glaubenshasses. Sie werden als „Märtyrer des Apostolats“ bezeichnet.
Diese Männer waren Teil der sog. „Mission des Heiligen Paulus“. Während des Zweiten Weltkrieges wurden ab Anfang 1943 ca. 650.000 junge Franzosen im Alter zwischen 21 und 25 als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt, das wurde vom Vichy-Regime mit dem Deutschen Reich so vereinbart. Beim Zwangsarbeitsdienst mussten hunderttausende junger Franzosen in Deutschland die Kriegswirtschaft in Fabriken, der Landwirtschaft, bei der Reichsbahn und anderswo unterstützen.
Diese Zwangsarbeiter standen nicht unter dem Schutz der Genfer Konvention, die grundsätzlich ein Recht auf Seelsorge für Kriegsgefangene garantiert. Die französischen Bischöfe waren besorgt und sandten freiwillige Priester, Seminaristen, Ordensleute, engagierte junge Männer der Katholischen Aktion, Angehörige der Christlichen Arbeiterjugend und Pfadfinder zu den Deportierten nach Deutschland um sie heimlich seelsorglich zu versorgen.
Fünf dieser Freiwilligen waren Häftlinge des KZ Dachau:
Victor Dillard, Jesuit, starb im Janurar 1945 im KZ Dachau im Alter von 47 Jahren
Pierre de Porcaro, Priester der Diözese Versailles, starb im März 1945 im KZ Dachau im Alter von 40 Jahren
Henri Euzenat, katholischer Laie, Mitglied der Christlichen Arbeiterjugen, starb im April 1945 in einem Außenlager des KZ Mauthausen im Alter von 24 Jahren
René Boitier, katholischer Laie, starb im Mai 1945, kurz nach der Befreiung des KZ Dachau, im Alter von 28 Jahren
Jean Bernier, katholischer Laie, starb im Juli 1945 an den Folgen der KZ-Haft im Alter von 25 Jahren
Kurzbiografie:
René Boitier wird am 8. März 1917 in Faremoutiers östlich von Paris geboren. 1933 ist er Metzgergehilfe in der französischen Hauptstadt. 1939 zum Militärdienst eingezogen, gerät er im Juni 1940 in deutsche Gefangenschaft. Er kommt ins Stammlager VI F in Bocholt im Münsterland und arbeitet in einer Schuhfabrik sowie auf Baustellen außerhalb der Stadt. Im Stammlager VI G, in das er bald verlegt wird, lernt er den katholischen Pfadfinder Raymond Louveaux kennen und engagiert sich gemeinsam mit ihm bei verbotenen christlich motivierten Aktivitäten, darunter Theateraufführungen, Festen, katholischen Studienkreisen und der Organisation von heiligen Messen. All das reicht weit über die Stalags hinaus und richtet sich an französische Zwangsarbeiter in Deutschland. Am 22. August 1944 wird René Boitier verhaftet und über ein Gestapo-Gefängnis ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Im Außenlager Langensalza muss er in einer Rüstungsfabrik arbeiten. Am 7. April 1945 wird er im „Todeszug“ mit tausenden anderen ausgemergelten Häftlingen in Richtung KZ Dachau geschickt, weil sich amerikanische Truppen Buchenwald nähern. Nach mehr als zweiwöchiger Irrfahrt durch Böhmen und Bayern erreicht René Boitier durch unmenschliche Haftbedingungen todkrank am 28. April Dachau. Er erlebt noch die Befreiung des Lagers durch die US-Armee einen Tag später, stirbt dort aber völlig kräftet am 1. Mai.
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Nordkorea – Glaube im Verborgenen
Obwohl die Verfassung der Nordkoreanischen Volksdemokratie vorgeblich die Religionsfreiheit garantiert, entspricht dies in keiner Weise der gesellschaftlichen Realität des Landes. Das staatliche Regime nutzt diese verfassungsrechtliche Bestimmung lediglich als Fassade, um der internationalen Kritik entgegenzutreten. In der Praxis existiert in Nordkorea keinerlei Raum für unabhängige religiöse Betätigung, da das gesamte gesellschaftliche Leben der absolutistischen Juche-Ideologie und dem Personenkult um die herrschende Kim-Dynastie untergeordnet ist. Jeder Glaube an eine höhere Macht wird vom Staat als direkte Bedrohung des ideologischen Monopols und der eigenen Machtbasis interpretiert.
Die wenigen in Pjöngjang existierenden religiösen Einrichtungen, wie etwa die Kirche sowie die Kathedrale, sind keine freien Orte der Glaubensausübung für die Bevölkerung. Vielmehr handelt es sich um strikt vom Staat kontrollierte Schauobjekte, die vor allem Propagandazwecken dienen und ausländischen Delegationen ein falsches Bild von Religiosität vorspiegeln sollen. Der normalen Bevölkerung ist es strengstens untersagt, religiöse Schriften zu besitzen oder private Gottesdienste abzuhalten.
Bürger, die im Untergrund heimlich ihren Glauben praktizieren, sind extremen Repressalien ausgesetzt. Wer beim Lesen der Bibel oder bei geheimen Gebetsversammlungen entdeckt wird, wird vom Staatssicherheitsdienst umgehend als Staatsfeind eingestuft. Dies führt in der Regel zur Internierung in einem der berüchtigten Lager für politische Gefangene, wo den Betroffenen schwere Zwangsarbeit, Folter und nicht selten die Hinrichtung drohen. Auch Nordkoreaner, die aus dem Land fliehen und später zwangsweise zurückgebracht werden, müssen mit schwersten Strafen rechnen. Aufgrund dieser systematischen und brutalen Verfolgung wird Nordkorea von den Vereinten Nationen sowie internationalen Menschenrechtsorganisationen seit Jahrzehnten kontinuierlich als eines der Länder mit den weltweit schwersten Verletzungen der Menschenrechte und der Religionsfreiheit eingestuft. Trotzdem halten viele Christen im Verborgenen treu an Christus fest – oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens.
Fürbitte
Herr Jesus Christus, Du hast gesagt: „Fürchtet euch nicht.“ Wir bitten Dich für unsere Schwestern und Brüder in Nordkorea, die ihren Glauben nur im Verborgenen leben können. Stärke sie in ihrer Treue, schenke ihnen Mut und Hoffnung und bewahre sie in aller Verfolgung. Öffne die Herzen der Mächtigen für die Würde jedes Menschen und das Recht, frei an Dich glauben zu dürfen. Lass den Tag kommen, an dem auch in Nordkorea niemand mehr wegen seines Glaubens Angst haben muss.
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Franciszek Miśka wurde 1898 in Polen, in Oberschlesien auf einem Bauernhof geboren. Nach dem Theologiestudium in Krakau und Turin, dem Zentrum des Ordens der Salesianer Don Boscos, und der Priesterweihe, kehrte er nach Polen zurück. Der Orden kümmert sich in erster Linie um Kinder und Jugendliche, das war auch sein Einsatzgebiet. Ab 1936 leitete P. Miska das Gymnasium seines Ordens in Ląd an der Wartą und war dort gleichzeitig Pfarrer der Pfarrei. Er half u.a. Kranken und Bedürftigen.
Am 01.09.1939 begann der Zweite WK mit dem Überfall der deutschen Truppen auf Polen. 1941 zwangen die deutschen Besatzungsbehörden P. Franciszek Miśka, in seinem eigenem, nun beschlagnahmten Kloster Ląd, als Gefängnischef dort gefangene polnische Priester zu betreuen. Unter den Häftlingen waren auch der selige Bischof Michał Kozal und viele Geistliche, die später in das Konzentrationslager Dachau deportiert wurden.
Die Gestapo machte Pater Franciszek Miśka persönlich für die Häftlinge verantwortlich. Trotz aller Schikanen kümmerte er sich um die Bedürfnisse der inhaftierten Priester und der lokalen Bevölkerung. In dieser Zeit wurde er zweimal verhört und dort gefoltert.
Im Oktober 1941 wurde P. Miska ins KZ Dachau verschleppt. Auch dort stärkte er seine Mitgefangenen mit seinem Optimismus und seiner Geduld im Ertragen der Leiden.
Besonders die Stuben- und der Blockälteste im Priesterblock quälten ihn.
Er musste, wie die anderen gefangenen Geistlichen, die schweren Essenskesseln zu den Blocks der Häftlinge tragen. Dabei stürzte er so unglücklich, dass er sich die Hand unter dem Kessel quetschte. Im Revier wurde er nur provisorisch versorgt. Nach drei Tagen wurde er wieder zur Arbeit geschickt, die ihn seine letzten Kräfte raubte.
P. Franciszek Miśka starb wenige Tage später, am 30. Mai 1942 im KZ Dachau.
Am 6. Juni diesen Jahres (2026) wurde er in Krakau seliggesprochen, zusammen mit 8 anderen polnischen Salesianern, die im KZ Auschwitz als Märtyrer starben.
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Geistliche Impulse und Informationen von Frau Dr. Agerer-Kirchhoff über die Märtyrer von Tokwon
(Text folgt)
Um finanzielle Unterstützung wird gebeten.
Spendenkonto
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BYLADEM1DAH
