

Der Dominikanerpater Leonhard Roth (1904 - 1960)
Eine kämpferische und selbstlose Persönlichkeit in Dachau
Vortrag von der Historikerin Monika Lücking am 30.10.2026 im Adolf-Hölzel-Saal, Dachau, Uhrzeit: 18.00 Uhr
Pater Roth wurde im Mai 1943 ins Konzentrationslager Dachau eingeliefert. Nach der Befreiung blieb er weiterhin an diesem Ort, um kranke Mitgefangene zu pflegen. Auf Wunsch von Kardinal v. Faulhaber wurde er Seelsorger im amerikanischen Internierungslager und 12 Jahre lang Kurat im Wohnlager Dachau-Ost. Hier setzte er sich mit seiner ganzen Kraft für die Bedürfnisse seiner Bewohner ein. Darüber hinaus forderte er immer wieder, an dieser Stelle eine würdige Gedenkstätte zu errichten.
Sein Wirken wurde verehrt, sein früher Tod gibt bis heute Rätzel auf.
Organisiert vom Verein Selige Märtyrer von Dachau in Kooperation mit dem Verein Zum Beispiel Dachau.
Eintritt frei, Spenden erbeten.
Reservierungen nicht notwendig
Zitate von P. Roth:
Schon in den 1950ger Jahren forderte Leonard Roth auf dem Gelände des früheren KZ Dachau ein „religiöses Denkmal“ um von der „vielfach beklagten 'Karnevals-Atmosphäre' … zu befreien und aus dem 'Treffpunkt von Touristen' einen Ort der Stille und Besinnlichkeit, des Gebets und der Sühne zu machen.“ [1]
„Es ist geradezu beschämend … daß wir bis heute nicht die geringste Initiative ergriffen haben, um etwa am Ort der Martyrien, wo die Baracken als die Katakomben des 20. Jahrhunderts das erlittene Glaubenszeugnis von Tausenden Priestern und katholischen Laien bezeugen, eine Gedenkkirche zu erbauen, gemeinsam mit allen ehemaligen katholischen KZ-Insassen aller anderen Nationen.“[2]
„Es geht um unsere Sache! Um unser Martyrium! Um die Ehre Christi zur Nazizeit! Es gab da in der Kirche nicht nur angstvolle Schweiger und billige Mitläufer! Es gab auch Bekenner und Märtyrer!“[1] „…wach werden für das Werk der Ehrung Christi in notvollster Bedrängnis der Kirche![3]
„Es geht um die Ehre und Verherrlichung unseres Christus. Seiner und seiner Kirche Ehre besteht darin, dass er nicht nur frühe Märtyrer hatte, sondern dass er sie in jüngster Zeit hatte. Daran sollen die zukünftigen Generationen erinnert werden…“ [4]
Anmerkungen/ Quellen:[1] Dr. Johannes Neuhäusler 1888-1973, Weihbischof in München, Wie war es in Dachau? Ein Versuch der Wahrheit näher zu kommen, 7. Auflage 1996, S. 70
[2] Brief Leonhard Roth an Domkapitular Friedrichs, ehem. Dekan der Priestergemeinschaft in den Priesterblöcken, 10.01.1959, FUGEL Adolf, Beiträge zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau Band 1 „Das KZ Dachau muss erhalten bleiben“, Saarbrücken 2014, S. 26
[3] FUGEL, Adolf, Beiträge zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau, Band 1, „Das KZ muss erhalten beiben!“, Saarbrücken 2014, Fromm Verlag, Bericht über P. Korbinian Leonhard Roth OP, S. 33
[4] Fugel, a.a.O., S. 44
Um finanzielle Unterstützung wird gebeten.
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BYLADEM1DAH
